Moin Holstein-Fans,

am Sonntag, den 16.11.2025, findet in die Kiel die Oberbürgermeister:in-Wahl statt. Für uns als Holsteiner:innen liegt der Termin kurz vor der Veröffentlichung des finalen Stadionentwurfs: Am 18.11. soll die Politik darüber informiert werden, welche Entwurf den Zuschlag bekommen hat, bevor dann am 05.12. in einer Pressekonferenz der amtierende Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Gewinner der Öffentlichkeit präsentieren wird. Das heißt also, dass der amtierende OB den Entwurf präsentiert, der unter dem neu gewählten dann umgesetzt werden muss.

Wir als IGHS haben den OB-Kandidat:innen fünf Fragen zum Holstein-Stadion gestellt und dokumentieren für euch hier die Antworten. An dieser Stelle herzlichen Dank den Kandidat:innen für ihre zum Teil ausführlichen Antworten! Die Antworten stehen in der Reihenfolge, wie sie bei uns eingegangen sind und sollen keine Wertung darstellen.

Björn Thoroe, DieLinke

Foto: Ann Teegen

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

Bezahlbare Ticketpreise, Barrierefreiheit, guten Support für die Mannschaft ermöglichen.

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Ich möchte, dass ein Platz im Aufsichtsrat der Stadiongesellschaft an die Fans geht, was meine Fraktion in der Ratsversammlung auch schon beantragt hat. Ich werde auf bezahlbare Ticketpreise achten, auf eine zügige Durchführung und auf ein fanfreundliches Stadion.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Unter keinen Umständen! Leider wurde der entsprechende Antrag in der Kieler Ratsversammlung bisher nicht abgelehnt, sondern in die Ausschüsse überwiesen. Nur meine Fraktion wollte den entsprechenden Antrag sofort ablehnen. 

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Erstmal vorweg: Ich halte die Erhöhung der Zuschauerkapazität im Stadion für einen großen Fehler. Ein gut saniertes und modernisiertes Stadion mit 15.000 Plätzen wäre völlig ausreichend. Allerdings ist diese Frage bis zum Amtsantritt des neuen Bürgermeisters leider schon entschieden worden. 

Um das höhere Verkehrsaufkommen zu bewältigen, braucht Kiel eine Stadtbahn. So können höhere Kapazitäten im ÖPNV bewältigt werden.  

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Die Mieten werden in Kiel sinken und ich werde immer ein offenes Ohr haben. Ich möchte mich an dieser Stelle auch für den Einsatz der organisierten Fußballfans für bezahlbare Ticket- und Getränkepreise, für den Kampf gegen die wachsende Kommerzialisierung des Fußballs und für die Demokratisierung des Vereins bedanken und zu den errungenen Erfolgen meinen herzlichen Glückwunsch ausrichten. Gemeinsam können wir noch mehr erreichen! 🙂


Ulf Daude, SPD

https://ulfdaude.de/ueber-mich/

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

Erstens: Das Herz soll bleiben. Das Holstein-Stadion ist für viele Kielerinnen und Kieler kein Betonbau, sondern ein Stück Zuhause. Hier wird gesungen, gestritten, gejubelt – manchmal auch gelitten. Genau dieses Gefühl darf beim Neubau nicht verloren gehen. Es geht nicht darum, ein neues Stadion hinzustellen, sondern darum, das alte Herz in eine neue Zeit zu tragen.

Zweitens: Alle sollen dabei sein können. Fußball ist Gemeinschaft – und die schließt niemanden aus. Mir ist wichtig, dass das Stadion für Menschen mit Behinderung genauso erlebbar ist wie für Familien oder Menschen mit kleinerem Geldbeutel. Ein Stadion ist kein Luxusobjekt, sondern ein sozialer Raum – ein Begegnungsort für alle.

Drittens: Nachhaltig bauen, aber mit Augenmaß. Natürlich müssen wir auf Umwelt, Energie und Stadtbild achten – aber so, dass es funktioniert. Der Neubau soll sich in die Stadt einfügen, die Nachbarschaft respektieren und ein Ort sein, auf den alle stolz sein können: sportlich, sozial und städtebaulich.

Holstein Kiel ist ein Teil von uns – und das neue Stadion soll genau das zeigen: modern, offen, aber mit dem gleichen Stolz und der gleichen Seele wie bisher.

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Als Oberbürgermeister will ich das Stadionprojekt aktiv und mit Augenmaß begleiten. Der Rat hat 2023 die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft (KSSG) gegründet, die für Planung, Bau und Betrieb zuständig ist. Sie ist mehrheitlich städtisch, mit begrenzter Möglichkeit privater Beteiligung (max. 25 %). Diese Struktur ist richtig – sie schafft Verantwortungsteilung, aber auch Gestaltungsspielraum.

Meine Aufgabe sehe ich darin:

  • Transparenz in Entscheidungen, Kosten und Vertragsstrukturen sicherzustellen,
  • Beteiligung zu organisieren,
  • Verlässlichkeit für Verein und Stadt zu schaffen – kein Zickzackkurs zwischen Euphorie und Bremse,
  • Risikobegrenzung zu gewährleisten, insbesondere bei Kreditaufnahme und Parkhausfinanzierung,
  • und Verfahren zu beschleunigen, ohne an demokratischer Kontrolle zu sparen.

Das Ziel ist klar: ein Stadion, das wirtschaftlich tragfähig bleibt, ohne dass Stadt oder Verein überfordert werden – und das auf Jahrzehnte hinaus funktioniert.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Für mich ist eindeutig: Das Holstein-Stadion bleibt das Holstein-Stadion. Der Name ist kein Vermarktungsinstrument, sondern Teil der Identität dieser Stadt. Er steht für Tradition, Geschichte und Zusammenhalt – über Generationen hinweg. Natürlich braucht ein solches Projekt solide finanzielle Grundlagen. Aber Identität ist kein Zahlungsmittel. Wenn es um Sponsoring geht, bin ich offen für Kooperationen, die klar abgegrenzt und transparent sind – etwa bei Tribünen, Bereichen oder Veranstaltungen. Doch der Stadionname selbst bleibt unantastbar.
Das Holstein-Stadion ist ein Ort des Stolzes – und das soll auch jeder sehen, der am Wochenende am Westring vorbeifährt.

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Ein Stadionneubau verändert die Verkehrsströme – das ist normal. Entscheidend ist, dass wir alle Formen der Mobilität fair miteinander verzahnen, statt sie gegeneinander auszuspielen. Kiel braucht zur Stadionanbindung keine ideologische Debatte, sondern einen funktionierenden Mix aus Auto, ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß.

Viele Fans kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber eben nicht alle. Gerade Familien, Ältere oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind auf das Auto angewiesen – und sie sollen auch künftig gut und sicher zum Stadion gelangen können.

Das Parkhaus ist daher Teil einer vernünftigen Gesamtplanung, aber kein Selbstzweck. Dass es nicht mehr automatisch im Stadionbudget enthalten ist, war richtig – so bleibt der finanzielle Rahmen von 75 Millionen Euro realistisch. Entscheidend ist, dass das Parkhaus maßvoll und gerecht geplant wird:

  • keine Betonburg, sondern ein Quartiersparkhaus, das werktags Anwohnern, abends und an Spieltagen den Fans dient,
  • geregelte Zufahrten und ein kluges Leitsystem, damit Anwohner nicht im Verkehr ersticken,
  • faire Parkgebühren, die niemanden ausschließen,
  • und eine gerechte Aufteilung der Kosten zwischen Stadt, Investor und Verein – ohne neue Schuldenfalle.


Wichtig ist mir außerdem: Das Parken darf kein Privileg werden. Wenn über neue Flächen oder Parkhäuser gesprochen wird, dann müssen diese für alle Stadionbesucher zugänglich sein – nicht nur für eine bestimmte Gruppe. Ein modernes Stadion braucht eine faire Verkehrsinfrastruktur, die Gemeinschaft ermöglicht, nicht soziale Trennlinien zieht.

Kurz gesagt: Wir brauchen kein Auto-Bashing, sondern eine ehrliche, sozial gerechte Verkehrsplanung, die die Lebenswirklichkeit der Menschen ernst nimmt.

Parallel entsteht mit der Stadtbahn das wichtigste Kieler Infrastrukturprojekt der nächsten Jahrzehnte. Ich will, dass das Holstein-Stadion einen eigenen Stadtbahngleisanschluss erhält – damit viele Fans künftig direkt mit der Bahn anreisen können, schnell, sicher und bequem. Das entlastet Straßen und Anwohner, ohne dass jemand gezwungen wird, auf das Auto zu verzichten. Damit das möglich wird, muss der Anschluss jetzt in die Trassenplanung aufgenommen werden. Eine Haltestelle „Holstein-Stadion“ wäre ein starkes Zeichen: Kiel denkt voraus.

Bis die Stadtbahn fährt, bleibt der Shuttlebus X91 vom Hauptbahnhof zentral. Ich will ihn ausbauen – mit dichterem Takt, besseren Fahrzeugen und verständlicher Kommunikation. Zusätzlich soll gelten:

  • Park-&-Ride-Angebote rund um Kiel, kombiniert mit Eintrittskarten,
  • ausgebaute Rad- und Fußwege, wo sie sinnvoll sind,
  • zeitversetzte An- und Abreise, um Staus zu vermeiden,
  • und ein konkretes Lärmschutz- und Anwohnerkonzept für Spieltage.

So entsteht ein realistisches, sozial ausgewogenes Verkehrskonzept – eines, das Rücksicht nimmt, aber niemanden bevormundet.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Weil ich echter Kieler und von Herzen Sportler bin – und weil ich weiß, was Holstein Kiel für unsere Stadt bedeutet.

Ich will, dass Holstein Kiel ein Ort der Begegnung bleibt – für Menschen, die im Alltag wenig Berührungspunkte haben, aber dafür diese gemeinsame Leidenschaft. Hier stehen Arbeiter neben Studierenden, Unternehmerinnen neben Schülern, Angestellte und Familien neben Ultras und fiebern zusammen mit unserer Mannschaft, feuern sie mit aller Kraft an – genau das brauchen wir für unsere ganze Stadt.

In meiner Vision von Kiel 2030 soll diese Stadt noch stärker zusammenwachsen: sozial, kulturell und menschlich. Ein neues „Wir-sind-Kiel-Gefühl“ soll nach Vorbild der Holstein Fans entstehen.

Holstein Kiel mit seinem Stadion steht auch sinnbildlich dafür, dass wir Großes schaffen können, wenn wir es gemeinsam tun – Stadt, Verein und Fans.

Ich trete an, um den Zusammenhalt unserer Menschen und unserer Stadtteile zu stärken. Ich will, dass Kiel gewinnt – auf dem Platz, aber auch als Stadt, die stolz ist auf sich selbst und auf das, was sie gemeinsam erreicht.

Echt nordisch – Echt menschlich – Kiel weiter denken: Dafür bitte ich am 16.11.2025 um euer Vertrauen und eure Stimme


Gerrit Derkowski, parteilos – Kandidat der CDU und FDP

https://www.picdrop.com/makoscheyphotos/7M8KchPMSM?file=69b3695d7a98bd4617f8bed6acbc6201 – Fotograf Jonas Makoschey

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

Das Holstein-Stadion muss gemäß DFL-Vorgaben erstligatauglich sein. Wichtig ist auch, dass es barrierefrei und mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Bei der Gestaltung  (z.B. Tribünennamen) sollten Fans mitentscheiden können und es wäre wünschenswert, das Stadion auch zu einem sozialen Treffpunkt zu machen, beispielsweise durch ein angeschlossenes Fanhaus.

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

a) Bedarfe und Wünsche von unterschiedlichen Seiten zur Kenntnis nehmen, 

b) Diskussionen moderieren,

c) dazu beitragen, dass gemeinsame, einvernehmliche Lösungen gefunden werden, 

d) transparente Entscheidungen treffen.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Nein.

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Mit Anpassungen der öffentlichen Verkehrsmittel, wobei auch das Mobilitätsmodell „KiMotion“ eine entscheidende Rolle spielen kann: Durch einen Mobilitäts-Hub am Haltepunkt Suchsdorf der S-Bahn-Kiel (nicht Stadtbahn!). Gut erreichbar sein soll das Stadion auch mit dem Fahrrad und dem Auto. In diesem Zusammenhang spielt auch der Bau eines Parkhauses eine wichtige Rolle. Es trägt zudem zu einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept bei, wenn man es außerhalb von Spieltagen anderweitig nutzt – etwa durch Anwohner oder Beschäftigte der umliegenden Firmen. Inhaber von Hospitality- oder VIP-Tickets zahlen deutlich mehr für ihre Eintrittskarten und erwarten in der Regel ein Parkhaus. Wünschenswert ist es, wenn Holstein Kiel diese höheren Ticketpreise nutzt, um durch Quersubventionierung den Zugang für andere Stadionbesucher günstiger zu machen.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Die Fans können damit rechnen, dass ich als Oberbürgermeister ein offenes Ohr für ihre Wünsche habe, die Interessen der Fans mir am Herzen liegen und ich mich für den schnellen Bau des Holstein-Stadions einsetze. 


Marcel Schmidt, SSW

https://www.ssw.de/kandidatinnen-und-kandidaten/marcel-schmidt

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

  • Inklusion aller Zuschauer *innen
  • Familienfreundliches Stadion mit sozial verträglichen Preisen bei Plätzen und Verpflegung
  • Festhalten an unserer Tradition und Identität bei Namensgebung und Fankultur

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Als Leiter der Verwaltung verstehe ich mich als Moderator zwischen Verein und den Kieler*innen. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass auch der Breitensport und die Frauenförderung besondere Berücksichtigung bei der Nutzung des Holstein-Stadions finden.

Der Schwerpunkt der Profimannschaft der Herren ist hiervon natürlich unbenommen, dennoch müssen Breitensport und die Holstein Women künftig viel sichtbarer im Stadion werden und genügend Raum erhalten.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Die Veräußerung der Namensrechte ist für mich undenkbar und steht nicht zur Debatte.

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Hierfür müssen alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen mitgedacht und berücksichtigt werden. Beispielsweise durch die Stärkung und Einrichtung weiterer Quartiersparkhäuser oder langfristig durch die geschaffenen Kapazitäten einer Stadtbahn.

Darüber hinaus müssen auch die Fußgänger auf der Zuwegung durch die Veloroute vom Wissenschaftspark aus Berücksichtigung finden. Beispielsweise durch eine Verbreiterung der Zuwegung. Dies käme Fahrradfahrern und Fußgängern gleicherweise zugute.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Weil meine Fraktion und ich sich bereits mehrfach und in enger Abstimmung mit der IG Holstein-Stadion sowie weiterer Akteure aus der Fanszene für eine Beteiligung der Fans am Stadionbau oder auch sozialverträgliche Preise für Familien eingesetzt haben. 

Kiel ist eine Sportstadt und der Fußball gehört zur Identität unserer Stadt. Holstein Kiel hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet.

Das Holstein-Stadion darf kein reiner Selbstzweck der Vereinsführung werden, sondern muss auch für die Menschen ein Lieblingsplatz bleiben, die diesen nahezu jede Woche mit Leben füllen. Die Begeisterung der Fans und den damit verbundenen Zusammenhalt kann kein Kommerz ersetzen.


Florial Wrobel, DiePartei

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

  • Kein Parkhaus
  • Achterbahn Haltestelle
  • regionale und günstige Gastronomie

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Ich sehe meine Position als Team-Kapitän und immer auf Seiten der Fans.

Ein Stadion für alle und kein Steuergrab.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

So lustig die Ideen der CDU manchmal sind, klare Antwort: NEIN!

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Ich möchte keine Erhöhung der Besucherkapazitäten. Die aktuelle Anzahl reicht vollkommen aus.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Weil Pyrotechnik kein Verbrechen ist!


Samet Yilmaz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

https://gruene-kiel.de/wp-content/uploads/2023/06/Samet-edited-800x799.jpeg

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

Der Neubau ist ein Stadion aller Kieler*innen und soll ein sportlich-ökologisches Wahrzeichen werden, deswegen sind mir folgende drei Sachen besonders wichtig:

  • Die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen sollen berücksichtigt werden. Deswegen ist es mir besonders wichtig, dass das Stadion genug überdachte barrierefreie Plätze hat und Barrierefreiheit beim Stadionneubau konsequent mitgedacht wird.
  • Die Fanszene gehört zum Stadion – nicht nur an Spieltagen, sondern immer! Das Fanprojekt Kiel sowie die organisierte Kieler Fanszene müssen im neuen Stadion mitgedacht werden und einfach zugängliche Räume bekommen, um sich weiterhin engagieren zu können. Mir ist es wichtig, die Anliegen aufzunehmen und in den Planungsprozess einzubringen.
  • Der Betrieb des Stadions soll klimaneutral erfolgen, denn Klimaschutz und Fußball können zusammengedacht werden.
    Damit schaffen wir ein Stadion, das sportlich begeistert, ökologisch vorbildlich und sozial gerecht ist.

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Als Verwaltungsleitung sehe ich meine Rolle darin, einen konstruktiven Dialog zwischen der Verwaltung, dem Verein, der Fanszene, der Kieler Bevölkerung und der Kommunalpolitik zu schaffen. Mir ist es wichtig, dass das Stadion als gemeinschaftlicher Ort gedacht wird. Für mich ist deshalb klar: Faninteressen müssen sich gegen Kommerz durchsetzen. Mit der organisierten Fanszene sowie dem Fanprojekte möchte ich regelmäßige Gespräche führen, um ihre Interessen insbesondere im Neubauprozess stark vertreten zu können. Darüber hinaus sind mir Inklusion und Nachhaltigkeit wichtig.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Tradition ist unverkäuflich. Das Holstein Stadion ist ein Stück Kieler Identität – und bleibt das Holstein Stadion. Die Fanszene hat die letzten Jahre mit Nachdruck gezeigt, dass der Kommerz Grenzen haben muss. Diese Haltung unterstütze ich ausdrücklich und deswegen ist eine Veräußerung der Namensrechte für mich keine Option.

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Die Stadtbahn wird mittelfristig den Kapazitätsknoten knacken und eine schnellere und einfachere Anreise in Kiel ermöglichen, denn sie kann sowohl mehr Menschen auf eigener Trasse führend als auch in Stoßzeiten häufiger fahren. Mit Bussen allein werden wir das nicht aufgefangen bekommen. Aktuell reichen die Kapazitäten für den Radverkehr nicht aus. Das neue Parkhaus auf dem Föge-Platz soll daher auch deutlich mehr Fahrradstellplätze und Sharing-Angebote bereitstellen. Darüber hinaus gibt es das Angebot für Fans, die von außerhalb mit dem Auto nach Kiel kommen, diese in Parkhäusern und Parkflächen im Stadtgebiet abzustellen und mit Shuttles zum Stadion zu kommen. Das möchte ich weiter unterstützen.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Ich bin Kieler Jung, hab stets in Kieler Vereinen Fußball gespielt und spiele auch heute noch. Was sich sowohl an Holstein Kiel als auch am Fußball generell zeigt: Es verbindet Menschen und bringt sie zusammen. Mir ist es deshalb wichtig, dass wir sowohl den Breitensport fördern als auch die Kieler Fanszene und den Kieler Profisport unterstützen.


Viola Ketelsen, Volt

https://voltdeutschland.org/img/containers/assets/assets-schleswig-holstein/images/kiel-images/viola/viola-ketelsen-kiel-ob-kandidatin_8804_2.jpg/b61fa6a0555d943780542961b6148244/viola-ketelsen-kiel-ob-kandidatin_8804_2.jpg

1. Der Stadionneubau in aller Kürze: Drei Dinge, die ihnen für das neue Stadion besonders wichtig sind, sind…

Der Neubau des Holstein-Stadions muss sozial, nachhaltig und zukunftsfähig sein. Er soll für alle zugänglich und bezahlbar bleiben, energieeffizient und klimafreundlich gebaut werden und sich als offener, lebendiger Ort in die Stadt integrieren, der Sport, Gemeinschaft und Kieler Identität verbindet. Sollte im Rahmen des Projekts zusätzliche Parkinfrastruktur entstehen, soll diese, soweit sie nicht für den Profifußballbetrieb benötigt wird, der Allgemeinheit als Parkfläche zur Verfügung stehen.

2. Als Verwaltungsleitung werden Sie Einfluss auf die Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft haben, die den Rahmen, in dem die KSV Holstein zukünftig das Stadion nutzen kann, maßgeblich festlegen wird. Welche Rolle messen Sie sich als Verwaltungsleitung bei der Ausgestaltung dieses Rahmens bei? Welche Inhalte werden Ihnen besonders wichtig sein?

Als Verwaltungsleitung will ich einen fairen, transparenten und langfristig tragfähigen Rahmen für die Stadionnutzung schaffen. Wichtig ist mir, dass die KSV Holstein verlässliche Bedingungen erhält, die Stadt zugleich aber wirtschaftlich solide und gemeinwohlorientiert handelt. Das Stadion soll professionellen Fußball ermöglichen, ohne seine öffentliche Verantwortung zu verlieren, offen für Schulen, Vereine und Veranstaltungen, die Kiel als Sportstadt stärken.

3. Ist die (zeitweilige) Veräußerung der Namensrechte des Stadions für Sie mittel- oder langfristig eine Option?

Nein. Das Holstein-Stadion ist ein Stück Kieler Identität und sollte seinen Namen behalten. Öffentliches Eigentum braucht Verlässlichkeit, keine Vermarktung.

4. Durch Erhöhung der Zuschauerkapazität steigt zwangsweise das Verkehrsaufkommen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Mehr Fans im Stadion sind ein Gewinn für Kiel, deshalb braucht es eine Anreise, die Spaß macht statt stresst. Ich setze auf dicht getaktete Bus- und Bahnverbindungen, gute Radwege und klare Wegeführung rund ums Stadion. Wer klimafreundlich kommt, soll schnell und bequem ans Ziel, so bleibt die Stimmung gut, auf dem Platz und davor.

5. Warum sollten Kieler Fußballfans Sie wählen? 

Weil ich will, dass das neue Holstein-Stadion mehr ist als eine Arena, ein Ort für alle Kielerinnen und Kieler. Ich stehe für bezahlbaren, barrierefreien und nachhaltigen Fußball, für eine Stadt, die ihren Verein unterstützt, ohne ihre Werte zu verkaufen. Ich will, dass Kiel zusammenhält, auf den Rängen, in der Stadt und in der Politik.


Bildquelle: Alle Bilder wurden durch den Verfasser skaliert und auf ein einheitliches Format zugeschnitten.

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