Moin Holstein-Fans,

die letzte Infoveranstaltung zum Stadionbau ist nun fast zwei Wochen her. Eigentlich wollten wir darüber zeitnah berichten, das lässt sich an anderer Stelle allerdings genauso gut, wie z.B. im Liveticker der KN (https://www.kn-online.de/sport/regional/holstein-stadion-umbau-startet-dienstag-plaene-im-liveblog-zum-nachlesen-VVY3RAMJUBAF3OGWHHXSA6I65Y.html).

Die wohl wichtigste Info ist bereits sichtbar: Der Rückbau der Nordtribüne geht los und soll Ende Juli abgeschlossen werden. Mitte Juni sollen die Dauerkartenbesitzer der Nord ein Angebot zur Umwandlung ihrer Karte bekommen. Mehr Kenntnisse haben wir da auch nicht. Im zweiten Bauabschnitt werden West und jetzige Haupttribüne abgerissen und ein unüberdachtes Provisorium in der Süd-Ost-Ecke aufgebaut. Dort sollen dann zunächst alle – so wurde es auf der Infoveranstaltung ausdrücklich gesagt – Fans der West Platz haben. Mal schauen. Insgesamt war das eine ganz nette Veranstaltung, auf der auch Anwohner und interessierte Anwesende ihre Fragen platzieren und sich mehr oder weniger über vernünftige Antworten freuen durften.

So weit, so erwartbar. Was nach der Veranstaltung nachklang, war eine Info, die der noch amtierende KSV-Präsi Steffen Schneekloth mehr oder weniger in einem Nebensatz verlauten ließ: Die bekannten 75 Millionen sind „nur“ der Rohbau, der Verein schießt selbst noch 15 Millionen für den „Innenausbau“ aus eigener Tasche dazu. Um ein möbiliertes Zimmer wird es nicht gehen. Was für 15 Millionen zu erwarten ist, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen, bleiben aber dran. Und auch das Parkhaus, das auf dem Föge-Platz entstehen soll, ist noch nicht eingepreist.

Wie teuer wird das ganze also? Wo kommen noch Kosten dazu, die jetzt jedermann scheinbar naiv mitgedacht hat und plötzlich aus dem Hut gezaubert werden? Eine dahingehende Nachfrage eines Anwesenden mit Verweis auf eine ähnliche Ausgangslage beim Stadionbau in Karlsruhe wischte der ebenfalls anwesende Bürgermeister Gerwin Stöcken mit einer Phrase (sinngemäß: feste Absicht im Kostenrahmen zu bleiben) weg. Was soll er auch sagen? Die Zeiten für politische Versprechen sind spätestens seit Social Media eh vorbei. Und trotzdem hätten alle Bürger:innen und Fans bei der aktuellen allgemeinen Haushaltslage eine klarere Linie sicherlich verdient.

 Nun sind wir streng genommen also an der magischen 100er-Grenze nah dran. Wer zahlt eine Teuerung effektiv am Ende? Wird es umgelegt nur auf Stadt und Land (also den Steuerzahler) oder muss der Mieter, die KSV, auch eine Teuerung befürchten, was letztendlich durch den Verein, sprich: Fans finanziert wird? Letztendlich ist es egal, das Ding wird wohl gebaut. Die Vorstellung, auf einmal ein halbes Stadion und Baustopp zu haben ist so absurd, das verwerfen wir gleich wieder. Trotzdem bleibt es spannend. Rund wird es nicht laufen, das ist bei einem Projekt dieser Größe quasi per se ausgeschlossen. Wir werden weiterhin aufmerksam Auswirkungen und Aussichten für die Fans im Blick behalten und uns dafür einsetzen!

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